Das Mittelalter

Der Buchdruck

Mit dem Problem, handschriftliche Texte auf mechanischem Weg zu vervielfältigen, beschäftigten sich im 15. Jh. an mehreren Orten Mechaniker und Skriptoren. Den wesentlichen Durchbruch zur neuen Technik des Druckes mit gegossenen, beweglichen, wieder verwendbaren Lettern gelang den Werkstätten in Straßburg und Mainz, wo Johann Gutenberg (gest. 1468) als Erfinder und Johann Fust (gest. um 1467) als Organisator die wichtigsten Impulse für die epochale Entwicklung gaben. Die um 1455 in Mainz hergestellte sogenannte 42 zeilige Vulgata-Ausgabe bildet den Ausgangs-, gleichzeitig aber auch den Höhepunkt der neuen graphischen Gestaltungskunst.

Nach der raschen Ausbreitung der neuen Technik wurden Drucker und Setzer bald handwerksmäßig in Zünften organisiert.

© 17.10.2017